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Alessi

1921 wurde die Firma Alessi von Giovanni Alessi in Omegna, einer kleinen, am Orta-See in den Voralpen von Novara gelegenen Ortschaft gegründet. Giovanni Alessi war ein erfahrener Metalldreher, Nachkomme einer im nahegelegenen Strona-Tal ansässigen Handwerkerfamilie mit großer Tradition. Während der zwanziger und dreißiger Jahre entstanden in seiner Werkstatt handwerklich gefertigte Gebrauchsgegenstände für den Tisch und den Haushalt, die liebevoll und mit besonderer Sorgfalt aus Kupfer, Messing oder Alpaka hergestellt und anschließend vernickelt, verchromt oder versilbert wurden. Zahlreiche der Gegenstände, die in dieser Zeit entstanden (wie das Tee- und Kaffeeservice aus versilbertem Alpaka aus dem Jahre 1921, der Tischflaschenhalter aus vernickeltem Messing von 1926 oder die Käseschale aus poliertem Alpaka und Opalinglas aus dem Jahre 1929) wurden von Generation zu Generation weitergereicht und sind heute aus den italienischen Haushalten nicht mehr wegzudenken.

Das Design, so wie wir diesen Begriff heute verstehen, wurde erstmals Ende der dreißiger Jahre von Giovanni Alessis ältestem Sohn Carlo eingeführt, der in Novara eine Ausbildung als Industriedesigner abgeschlossen hatte. Ausgehend von seinen Ideen entstanden die meisten der Objekte, die zwischen Mitte der dreißiger Jahre und 1945 realisiert wurden. In diesem Jahr stellte Carlo Alessi sein letztes Projekt vor, die Bombé getaufte Tee- und Kaffeeservice-Serie, das Vorbild für die erste Epoche des Designs "Made in Italy”.

In den fünfziger Jahren begannen Carlo Alessi, inzwischen Generaldirektor des Unternehmens, und sein Bruder Ettore mit Designern zusammenzuarbeiten. Darunter waren Carlo Mazzeri, Luigi Massoni und Anselmo Vitale. Aus der Feder dieser Designer stammen zahlreiche Objekte, die heute noch im Alessi-Katalog zu finden sind (wie etwa der Cocktail Shaker Nr. 870 aus dem Jahre 1957).

1970 kam Carlos ältester Sohn Alberto in die Firma. Er begann damit, die verschiedenen Aufgaben des Design-Managements zu delegieren und setzte sich dafür ein, dass das Familienunternehmen mit Michele und Alessio Alessi sowie dem Neffen Stefano um eine neue, frische Kreativität bereichert wurde. Dies waren die Voraussetzungen für die Entstehung der Politik der Design Excellence, die Alessi als italienische Designfabrik auf internationaler Ebene berühmt machte.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends wurde mit Micheles Sohn Matteo das erste Mitglied der vierten Alessi-Generation in die Management-Ebene des Familienunternehmens eingegliedert. 2008 ist seine Schwester Chiara ebenfalls in das Unternehmen eingetreten. Alessios dritter Sohn Giovanni jr. dagegen hat die Designer-Karriere eingeschlagen. Nachdem Carlo Alessi im Juli 2009 verstarb, wurde Alberto zum Präsidenten von Alessi berufen.

1998 ist das Alessi Museum innerhalb des Unternehmens in Crusinallo entstanden. Ziel des Museums ist es, sowohl die Aktivitäten im Zusammenhang mit den Metaprojekten und der Herstellungspolitik voranzutreiben als auch direkt mit den Museen, mit denen Alessi seit langem in Verbindung steht, zu kooperieren. Es wurde von Alessandro Mendini entworfen und die Kuratorin ist Francesca Appiani. Das Alessi Museum ist Gründungsmitglied des italienischen Vereins ‚Associazione Museimpresa‘, der Museen, Bauwerke und Unternehmensarchive verbindet.

Das Unternehmen sieht sich weniger als konventioneller Industriebetrieb denn als "Forschungslabor im Bereich der angewandten Kunst”. Diese, eher intellektuelle Tendenz versteht Alessi mit den typischen industriellen Anforderungen in Einklang zu bringen – sowohl was den Produktionsprozess als auch das Produkt selbst betrifft. Auf diesem Verständnis beruhen die kontinuierlichen Forschungs- und Experimentieraktivitäten, die in den letzten Jahren zur Einführung von innovativen Technologien und neuartigen Materialien geführt haben.

Im Laufe ihrer Geschichte hat die Firma Alessi Gegenstände produziert, die von über zweihundert Designern entworfen wurden. Zu den Designern, die mit dem Namen Alessi untrennbar verbunden sind, gehören unter anderem Ettore Sottsass, Richard Sapper, Achille Castiglioni, Aldo Rossi, Michael Graves, Massimo Morozzi, Philippe Starck, Stefano Giovannoni, Guido Venturini, Enzo Mari, Jasper Morrison, Marc Newson, Ron Arad, die Campana Brüder, David Chipperfield, Ronan & Erwan Bouroullec, Mario Trimarchi, Marcel Wanders…und nicht zuletzt Alessandro Mendini, der 1979 Designberater der Firma Alessi wurde.

Alessi beschäftigt heute 500 Personen. Die Tagesproduktion des Core Business (der über Kaltpressung hergestellten Metallartikel) beläuft sich auf rund 7.500 Stück. Die Firma exportiert etwa zwei Drittel ihrer Gesamtproduktion in sechzig Nationen.

Der Beginn des neuen Jahrtausends steht im Zeichen der (derzeitig) letzten Entwicklungsstufe von Alessi: die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen in Produktbereichen, die sich weit vom ursprünglichen Bereich der Haushalts- und Küchengegenstände entfernen. Somit sollen neue Objekttypologien ins Leben gerufen werden, die von dem Alessi typischen Mix von Exzentrizität und Stil, Verspieltheit und Kultur, Ironie und Eleganz charakterisiert sind. Die ersten Projekte in diesem Zusammenhang betreffen die Armbanduhren "Alessi Watches" (mit dem japanischen Unternehmen SEIKO), eine Schreibutensilienkollektion "Alessi Pens" (mit der japanischen Firma Mitsubishi), die Badeinrichtungen "ILBAGNOALESSI One" und seit 2007 die neue Badkollektion "ILBAGNOALESSI dOt" (beide Projekte mit Laufen aus der Schweiz und Oras aus Finnland), die Fliesen "Alessi Tiles" (mit der deutschen Firma Steuler AG), das Auto "Panda Alessi" (mit dem italienischen Autokonzern FIAT), eine Kollektion von Heimtextilien (mit der italienischen Firma Bassetti), zwei WC-Duftspüler "FreshSurfer" und "Kayak" (mit der deutschen Firma Henkel) sowie die Küchenlinie "LACUCINAALESSI" (mit den italienischen Unternehmen Foster und Valcucine sowie der finnischen Oras). Drei neue Projekte werden 2009 vorgestellt: "ALESSIPHONE” (mit dem italienischen Unternehmen Telecom Italia und seit 2011 mit der italienischen Firma Promelit), "Alessi Fire” (mit der japanischen Firma Lightech) und "BARBICÙ” (mit der italienischen Marke Fochista) sowie "ALESSITAB", ein Tablet-PC, (mit dem italienischen Unternehmen Promelit). Während des Salone del Mobile 2011 wurden die folgenden neuen Projekte präsentiert:

  • ein klappbarer Stuhl "ALESSICHAIR" (mit der italienischen Firma Lamm)
  • eine Kollektion von LED-Leuchten "ALESSILUX" mit Foreverlamp.

Das Jahr 2006 brachte eine bedeutende Änderung: Die gesamte Produktpalette wurde in die drei Marken Officina Alessi, Alessi und A di Alessi gegliedert. Officina Alessi ist eine exklusive Marke für die erlesensten Produkte, Einzelstücke und limitierten Serien, die wahren Fixpunkte des internationalen Designs und Ergebnisse der innovativen Forschungsarbeit, die Alessi seit jeher charakterisieren. Das traditionelle Markenzeichen Alessi hingegen umfasst auch weiterhin das Beste vom Besten der Serienproduktion für den Haushalt, ein Sektor, in den das Vermächtnis von Alessi sowohl hinsichtlich der produktiven Qualität als auch des innovativen Designs einfließen. A di Alessi, die "Traumfabrik", folgt schließlich einem der ursprünglichen Ziele des Designs: absolut hochwertige Produkte einem größtmöglichen Publikum anzubieten.
2010 wagte Alessi mit der Ausstellung "Oggetti e progetti. Alessi: storia e futuro di una fabbrica del design italiano" einen Ausblick in die Zukunft des Designs. Alessandro Mendini kuratierte und gestaltete in Zusammenarbeit mit dem Museum Alessi die Ausstellung, die erstmals in der Neuen Sammlung – The International Design Museum in München gezeigt wurde.

Unter dem Titel "Alessi: Ethical and Radical" wurde diese Ausstellung im Philadelphia Museum of Art (PAM) gezeigt.

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